Schöner Surfen: Internet ohne FCBäh

Manchmal ist es schon nicht einfach. Man möchte sich nur mal schnell über die neuesten Fußball-Ergebnisse informieren, die aktuellsten Späße unserer Löwchen verfolgen, oder einfach auch nur Online-Banking machen. und überall läuft man Gefahr, das Logo des MArktführers von der Seitenstraße in die Retina gebrannt zu bekommen.

Nicht schön.

Da ist mir eingefallen, dass es ja Software gibt, die dazu da ist. Dinge aus dem internet zu filtern, die man nicht sehen möchte. AdBlocker.

Aus beruflichen Gründen und aus Gründen der Fairenss verbietet sich mir ja eigentliczh der Einsatz solcher Technik. Man sollte nicht am Ast sägen, auf dem man sitzt und nicht die Hand, die einen füttert.

Also: AdBlocker sind böse und sollten nicht verwendet werden.

Aber: AdBlocker lassen sich auch so konfigurieren, dass sie das Leben schöner machen.

vorher

vorher

nachher

nachher

Tabelle in schön

Tabelle in schön

Ich werde den Filter noch etwas weiter bearbeiten und dann evtl. interressierten kreisen zur Verfügung stellen :-)

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Serie: schöne Bilder auf Handwerker-Lastern (Teil 1 von 1)

„Die Maurer kommen!“
Ich frage mich, ob der Maurermeister seiner Frau damit ein Denkmal setzen wollte, oder sich an seiner Ex rächen?
Bemerkenswert ist auf jeden Fall die Passung von Text, Bild und Sujet.

– Taken at 8:12 AM on November 11, 2009 – uploaded by ShoZu

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Der Niggemeier-Effekt?

Jetzt ist es fast drei Monate her, dass ich in einem kleinen Blog-Post auf die Manipulierbarkeit eines Online-Votings bei Vanity Fair hingewiesen habe. Mein ursprünglicher Vorschlag, doch Florian Silbereisen die ihm nun wirklich gebührende Position 1 im Ranking der wichtigsten Deutschen unserer Zeit zukommen zu lassen, wurde von der Blogosphäre leider nicht aufgenommen. Stattdessen entschied man sich, Stefan Niggemeier diese „Ehre“ zuteil werden zu lassen. Es hätte schlimmer kommen können ;-)
So machte sich eine muntere Schar von Bloggern auf, mit Hilfe von mehrfachen Auto-Reloads den Herrn Niggemeier nach oben zu katapultieren – was auch trotz zwischenzeitlicher Intervention der Vanity Fair-Redaktion auch gelang – und bis heute kann sich Niggemeier in den Top-10 halten.
Nun mag man sich fragen, was denn an dieser ollen Geschichte heute noch interessant sein mag. Die Rangliste der Vanity Fair ist ja tatsächlich auch an Bedeutungslosigkeit höchstens noch von dem einen oder anderen BlockBlog zu unterbieten.

Die Antwort ist einfach: Am Montag wurden mal wieder die monatlichen IVW-Zahlen veröffentlicht. Unter vielen Websitebetreibern (und leider auch bei manchen Fach-Journalisten) gelten die in der IVW ausgewiesenen PageImpressions immer noch als sowas wie ein Leistungsnachweis, als Kennziffer für die Größe eines Online-Angebotes und seiner Bedeutung als Werbeträger. Auf einer Basis, die mehr als nur eine Momentaufnahme darstellt, ließe sich jetzt also der von mir erwähnte Effekt nachweisen.
Und da hat sich seit dem August doch Erstaunliches getan:


Die Seitenabrufzahlen von vanityfair.de haben sich im August im Vergleich zum Vormonat um 61% gesteigert, während die Zahl der Visits leicht gesunken ist.
Leider startete die Voting-Welle erst Ende August, sodass sich die Vielzahl der durch Auto-Reload generierten Seitenabrufe auf die beiden Monate August und September verteilen dürften.

Dementsprechend hat sich seit dem August auch das Verhältnis der PIs pro Visit deutlich verändert. Pendelte der Wert bis dahin immer um die sieben Abrufe pro Besuch, steigt er in den letzten Monaten auf fast die doppelte Zahl. Im Schnitt klickt jeder Besucher also heute doppelt so häufig auf der Seite umher als zuvor. Und das scheint ein doch länger anhaltendes Phänomen zu sein…

Mir stellt sich hier ein grundsätzliches quasi-juristisches Problem:
Ist so eine Voting-Stimme überhaupt eine PageImpression? denn schließlich darf eine PI nur gezählt werden, wenn der Nutzer mit der Aktion (d.h. Klick, Reload) die Erwartung hat, „eine wesentliche Veränderung des Seiteninhaltes zu
bewirken.“ (IVW-Richtlinien). Ob der schnell verblassende Hinweis „Vielen Dank für Ihre Stimme!“eine wesentliche Änderung darstellt, mögen bitte die IVW-Gremien entscheiden.

Die Jagd nach möglichst vielen PageImpressions verändert die Art, wie kommerzielle Internet-Angebote aufbereitet werden – und das zu ihrem Nachteil, finde ich. So lassen sich mittlerweile recht einfach „PI-optimierte“ Angebote eben durch das Vorhandensein von Klicktreibern wie nicht gedeckelten (1 Stimme pro User) Votings und Artikeln die auf eine 20-teilige Bildergalerie verhackstückt werden von gut gemachten Angeboten unterscheiden, die ihre Nutzer ohne Umwege zur gesuchten Information, zum erwarteten Content bringen unterscheiden. Von einem Münchner Medienhaus weiß ich, dass die Online-Redakteure nicht mehr nach PIs bewertet werden, sondern nach Unique Usern – ein erfolgreicher „Channel-Manager“ also nicht möglichst viele Klicks generieren, sondern möglichst viele Menschen interessieren muss (und die leute auch am nächsten Tag, in der nächsten Woche wieder auf sein Angebot ziehen sollte).

Bleibt nur zu hoffen, dass die Nutzer auf Dauer solche Klicktreibereien mit Nicht-Besuch strafen, werbungtreibende und Agenturen noch mehr Augenmerk auf die Qualität eines Seitenkontaktes legen, und in der IVW endlich eine zeitgemäße Definition des Werbekontaktes – idealerweise erweitert um eine qualitative bzw. zeitliche Komponente.

Ach ja: Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, wenn irgendwann einmal das Ergebnis des Votings im Heft veröffentlicht werden soll…

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Wie Florian Silbereisen der wichtigste Deutsche wird: Vom Wert von Online-Votings

Das Qualitätsmagazin „Vanity Fair“ (mit Absicht nicht verlinkt) sucht seit ein paar Tagen auf seiner Website nach den 100 wichtigsten Deutschen. Aus einer 100-Köpfigen redaktionellen Vor-Auswahl (darunter so illustre Gestalten wie Tokio Hotel, Sido oder Ehssan Dariani, der „Erfinder“ von StudiVZ) können die Nutzer per Online-Wahl die wichtigsten Mitbürger voten.

Und wenn ich wollte, würde dann irgendwann im Januar in der Vanity Fair stehen, dass Florian Silbereisen einer der 10 wichtigsten Deutschen ist. Auf Platz 11 habe ich ihn schon gehievt – von Rang 100 gestern Nachmittag auf einen respektablen 11. Rang heute Morgen. Ich bin nämlich der felsenfesten überzeugung, dass der Flori unterschätzt wird. (Nebenbei: Wolfgang Schäuble wird gnadenlos überschätzt – auch das habe ich in das Ranking der VF einfließen lassen.)

Möglich macht das übrigens die Klickgeilheit Nachlässigkeit der Vanity Fair-Redaktion, die jeden User so oft abstimmen lässt, wie er will – und ein kleines Firefox-Add On, das die Votingseite jede Sekunde neu lädt.

Ach ja, nicht nur die VF, sondern auch kress.de kann sich somit in der nächsten IVW-Ausweisung mit ganz vielen nichtssagenden wertvollen PageImpression brüsten. Auch beim Branchen-Fachblatt sind die Votings manipulierbar und es wird natürlich bei jeder Stimmabgabe ein Seitenabruf zur vorgeblichen Bestimmung der Relevanz der Website für die werbungtreibende Wirtschaft mitgezählt. Übrigens habe ich auf der Voting-Ergebnis-Seite von Kress kein einziges Werbemittel entdecken können, aber egal…

Update 1.9. 20:30: Bereits am Freitag Nachmittag hat CoffeandTV das Thema aufgegriffen, am Montag dann auch denQuer (siehe auch Stefan in den Kommentaren).

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