1 Jahr auf der Brücke

Für manche ist sie Heim, für andere ein Symbol für Heimat: Die Wittelsbacher Brücke.
Doc Patcheko, seines Zeichens Percussionist und Steel-Drummer der Patchekos, ist ein Jahr lang auf der Brücke gestanden und hat Fotos gemacht. Und die hat er zu einem Video zusammengebastelt und mit dem schönen „Mi Barrio“ vom letzten G.Rag-Release unterlegt.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=gfICcwpQsGw&hl=de_DE&fs=1&rel=0]

Wer will da nicht in München sein, wo sich die Türme des Heizkraftwerkes in den Wassern der Isar spiegeln?

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Sarah singt

Letzten Dezember habe (nicht nur) ich davon geschwärmt:

Das Set war schneller, Sarah Blasko sang eine wunderschöne Version von Cracklin Water, und Als letzte Zugabe gab’s die Hits Shiver und Blue Marble Girl.

Und jetzt entdecke ich beim BR (sind meine Gebühren also doch lohnend angelegt…) auf der Zündfunk-Page eine Studioversion, wohl am gleichen Tag live beim Zündfunk aufgenommen:

Giant Sand feat. Sarah Blasko: Cracklin Water
Download

*schmelz*

Und: am 22. November gastiert Herr Gelb Solo in Salzburg. Ich werde wohl vor Ort sein.

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Get on Board!

Wunderhübsches Video der Patchekos ganz im Stile des Artworks des aktuellen Albums „Hold Fast“ (by lilli flux)

All hands up on deck!

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Landler-Terror auf der Krinoline

Ich kann nun wirklich nicht von mir behaupten, eingefleischter Wiesn-Fan zu sein. Massen von als Bayern kostümierten betrunkenen Zugroasten verstopfen zwei Wochen lang meine Heimatstadt und verwandeln die gesamte Innenstadt zu einem einzigen Karneval der Trachten-Unkultur.

Ich gehe eigentlich nur noch ein mal pro Jahr da hin, und zwar am zweiten Sonntag Nachmittag, wenn erfahrungsgemäß nix los ist, man ohne Probleme einen Platz im Freien bekommt, und ich dann mit der Familie die zusammengeschnorrten Biermarken verbraten kann.
Dieses Jahr werde ich wohl doch noch mal eine Ausnahme machen, und zwar am letzten (also dem nächsten) Wochenende. Ich werde mich durch die Terror-Verhinderungs-Sicherheitskontrollen-Absperrungen in Richtung Festwiese kämpfen und auf das älteste Fahrgeschäft des Oktoberfestes zusteuern. Eines, das der gemeine Oktoberfestprolet entweder übersieht oder nicht zu schätzen weiß: die Krinoline.

Und da werden dann Senor G.Rag und seine Landlergschwister aufspielen, dass es grad eine Freude ist:

3.10. und 4.10. immer von 10h30 – 14h Krinoline, Wiesn, München

Ach ja, und wenn ich früh genug aus dem Bett komme, begebe ich mir vorher auf eine Zeitreise durch München – ein Angebot, das voraussichtlich bald mangels Nachfrage eingestellt wird. Schade.

Wir sehen uns auf ein Masserl an der Krinoline!

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[UPDATE] Sarah Blasko – All I Want

Sarah Blasko, die ich das erste mal überhaupt letzten Dezember in Hamburg als Support von Giant Sand gesehen habe, hat gerade ihr neues Album in schweden (!?) aufgenommen und fertiggestellt (nachzulesen auch auf ihrem sehr netten und sympathischen Blog).
Die erste Single „All I Want“ ist schon seit ein paar Tagen zu hören, aber jetzt gibt es das Video dazu. Beautiful.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=QX1RgyCl1Xs&hl=en&fs=1&rel=0]

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Heute im Briefkasten: G.Rag y los Hermanos Patchekos – Hold Fast

Vor ein paar Wochen hatte ich es hier schon angekündigt, heute gestern lag das neue Album von G.Rag y los Hermanos Patchekos im Briefkasten. Endlich neues Futter, schließlich sind die Patchekos nicht nur eine meiner Lieblingsbands, über die ich an dieser Stelle auch schon das eine oder andere mal geschrieben habe, sondern laufen bei mir auf Heavy Rotation – last.fm weist immerhin fast 500 Plays für die letzten 12 Monate aus (man beachte bitte auch den Disclaimer am Ende).

Record Release ist am Freitag (20. März) im Ampere in München – inklusive großer Geburtstagsfeier.

Denn insgesamt zehn Jahre hat die Kapelle jetzt schon hinter sich gebracht und „Hold Fast“ eingerechnet sieben Alben veröffentlicht. Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen, könnte man meinen. Und tatsächlich zeigen die insgesamt 13 Stücke die Bandbreite der Patchekos auf – auch wenn der explizit bayrische Einschlag wohl komplett an das Nebenprojekt „Landlergschwister“ delegiert wurde – schade drum.

Aber gehen wir das Werk Schritt für Schritt durch, ein Track nach dem anderen. Und da ja das 10-Jährige ansteht, ordnen wir die Tracks auch gleich mal in die Werkgeschichte der Patchekos ein:

Traversia Caliente: Instrumentaler Latino-Opener. Nett, routiniert, aber zu brav, zu gerade. Das ging schon mal dreckiger (Jeux des Dames von der 2003er Cadeau Bizarre, z.B.). Der Bläsersatz ist aber klasse.

Gambling Bar Room Blues:
Der Singing Brakeman – an Göttern dürfen sich nur wenige ungestraft vergreifen. G.Rag gehören manchmal dazu. Ich hätte schwören können, dass es schon Jimmie Rodgers-Cover von den Hermanos gibt, doch da muss ich mich wohl geirrt haben. Aber in einer Reihe mit Hank Williams und Woody Guthrie macht sich Jimmie sehr gut. Klasse der gewohnt nölige Megaphon-Gesang. Ein schöner, intensiver Blues. Einfach gut.

Nervous Breakdown: Black Flag-Cover, Punkrock-Stück Nr. 1 auf dem Album. Ich hab den Eindruck, G.Rag wollen zeigen, wo sie herkommen. Schließlich haben einige der Musiker in einschlägigen Punk-Kapellen gespielt. Warum es unbedingt den Track erwischt hat – ja mei, aber so ging’s mir mit Long Distance Runner auf der Radio Tijuana auch schon. Nervous Breakdown war übrigens auch schon auf der Berliner Live-EP.

Cajun Maid: Einer der Tracks, die vorab veröffentlicht wurden und mir wirklich den Mund wässrig gemacht haben. Vollkommen zurecht. Ein schöner Zydeco mit Akkordeon und Waschbrett und allem drum und dran.

Mi Barrio: Schön, entspannt, schräg. Ein Track zum Autofahren. So ein bisschen wie TVs Funeral. Aber nur ein bisschen.

Rags’n’Bones: NoMeansNo-Covern hat bei den Patchekos Tradition. Now war live immer großartig, und auch auf Platte ein echter Kracher. Aber Rags’n’Bones ist ein eher sperriges Stück, das hier leider überhaupt nicht zündet. Schade. Der Gesang ist hier der deutliche Schwachpunkt.

Le Massacre du Melodica: Der Titel sagt alles. Groß. Rock’n’Roll mit Melodica. Erinnert leicht an Swing France vom Vorgänger-Album Lucky Goddam.

Get on Board: Der zweite Pre-Release und ein echter G.Rag. Getragen, ergreifend, schön. Ich denke mal, dass das ein Cover ist – aber ich kenne das Original nicht. Über Hinweise in den Kommentaren wäre ich dankbar. [UPDATE: Ich kenne das Original. Das ist es nämlich. Dankan Ernesto im Kommentar]

Swing Vergol: Die Live-Version aus dem Cafe Burger mochte ich irgendwie nicht. Und auch diese Aufnahme hat ein bisschen gebraucht, bis sie gezündet hat. Ein Uptempo-Instrumental mit klasse Trompeten und schönen Tempo-Wechseln.

Jockey Full of Bourbon: Für mich die Enttäuschung des Albums. Das Original von Tom Waits (ich sprach schon von Göttern) ist nicht zu toppen – und doch haben G.Rag damals auf Radio Tijuana was ganz Besonderes draus gemacht – die Stimmung eingefangen, die Intensität erreicht – ohne kopieren zu wollen. Aber das hier – über alles darf man die Latino-Soße dann doch nicht kippen. Daneben.

Influence: Nett, aber nicht wirklich notwendig. Steel drum galore. Big Boys-Cover, glaube ich.

J’ai Tardé: Kommt mir nicht ganz ausgereift vor – erinnert ein wenig an Camera, ist wohl auch ein Cover.

Cold Cold Heart: Am Schluss muss noch ein Gott dran glauben. Hank Williams. Den können sie wieder. I’m so lonesome, Ramblin‘ Man, Weary Blues, Yambalaya waren allesamt gut – und jetzt Cold Cold Heart. It’s Walzer-Time, Baby!

Fazit:
Das Album bildet für mich irgendwie keine Einheit – zu unverbunden stehen tolle Eigenkompositionen neben mal mehr, mal weniger gelungenen Coverversionen und auch Tracks, die ich eher als Füllmaterial empfinde. Die Patchekos sind braver geworden – kein Vorwurf, sind ja auch alle ein paar Jährchen älter – aber etwas mehr Punk-Feeling statt Punkrock-Covern hätte dem Ganzen gut getan.

Aber alles das sind Kleinigkeiten. Ich freue mich über das neue Material und wir werden am Freitag im Ampere sicherlich ein großartiges Geburtstagsfest feiern. Herzlichen Glückwunsch von dieser Stelle schon jetzt!

Disclaimer: Ich habe die Patchekos vor zehn Jahren das erste mal im Cafe der Glockenbachwerkstatt in München gesehen. Einige Mitglieder kenne ich sogar noch länger – aus Zeiten, als ich selbst noch Musik gemacht habe. Und so kommt es auch, dass ich in den Genuss und die Ehre habe, vorab ein Rezensionsexemplar erhalten zu haben. Danke nochmal an Senor Ernesto. Und das obwohl ich von Musikjournalismus nicht die geringste Ahnung habe, und nur meine Eindrücke als begeisterter Laie wiedergebe.

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Hold Fast

Ich hab’s schon angedeutet, und nun ist es offiziell: Pünktlich zum 10Jährigen bringt das Weltmusik-Kombinat G.Rag y Los Hermanos Patchekos ein neues Album raus.

Zwei Tracks gibt’s schon zum Probehören, und die versprechen Großes.


Weitere Details finden sich bei Senor Ernesto in seinem Blog.

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Fashion-Fail?

Immer häufiger sieht man ja junge Menschen, die mit plattentellergroßen Kopfhörern in der U-Bahn oder an irgendwelchen anderen öffentlichen Orten gehen/stehen/sitzen. Ich kann mir das nur mit einem besseren Klang erklären, denn wirklich praktisch sind die Dinger ja unterwegs wirklich nicht.

Wenn dann allerdings zwischen Kopfhörer und Ohr eine dicke Wollmütze gepackt wird, die zwar bei diesem doch recht kalten Wetter die Ohren warmhalten dürfte, aber doch das Hörerlebnis der in diesem Fall meist weiblichen Audiophilie demonstrierenden Kopfhörerträgerin erheblich beeinträchtigen dürfte, drängt sich mir der Verdacht auf, dass der Kopfhörer eher einen optischen, denn akustischen Zweck erfüllt.

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