Fashion-Fail?

Immer häufiger sieht man ja junge Menschen, die mit plattentellergroßen Kopfhörern in der U-Bahn oder an irgendwelchen anderen öffentlichen Orten gehen/stehen/sitzen. Ich kann mir das nur mit einem besseren Klang erklären, denn wirklich praktisch sind die Dinger ja unterwegs wirklich nicht.

Wenn dann allerdings zwischen Kopfhörer und Ohr eine dicke Wollmütze gepackt wird, die zwar bei diesem doch recht kalten Wetter die Ohren warmhalten dürfte, aber doch das Hörerlebnis der in diesem Fall meist weiblichen Audiophilie demonstrierenden Kopfhörerträgerin erheblich beeinträchtigen dürfte, drängt sich mir der Verdacht auf, dass der Kopfhörer eher einen optischen, denn akustischen Zweck erfüllt.

Noch nicht mal verwichteln

kann ich wohl dieses Weihnachtsgeschenk, das ein geschmacksblinder wohlmeinender Geschäftskontakt mir auf dem Postwege zukommen ließ. In der Rangliste der fiesesten „Aufmerksamkeiten“ ever bislang definitiv Platz 1.


Es handelt sich hierbei übrigens laut Verpackung um einen Zuckerstreuer.

Was soll ich damit jetzt machen?

  • In der Schreibtischschublade unter dem ganzen anderen Gedöns vergraben?
  • Wegwerfen?
  • Verschenken?
  • Dem besten per Kommentar einkommenden Vorschlag als Pokal überreichen?

Ach ja, die Karte war übrigens noch nicht mal unterschrieben…

In der Spielzeughölle

Wenn jemand seinem Nachwuchs etwas ganz besonders Gutes tun will, dann kauft er (resp. sie) ihm Holzspielzeug. Am besten eines, das es dem Kind erlaubt, „höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen“.

Wir sprechen hier nicht von Ritalin, sondern von Bauklötzen:

Bauwerke können erst entstehen, wenn Ihr Kind die Eigenart eines jeden Körpers durchdrungen hat. So lernt Ihr Kind spielerisch geometrische Probleme zu lösen.

Und so sieht das dann aus:

Bei Gefahr: 110 wählen!

Die CSU glänzt im laufenden Landtags-Wahlkampf ja fast durchgehend mit grandiosen Plakaten. Dem Einfallsreichtum sind Tür und Tor geöffnet.

Ein besonders schönes Exemplar verklebt gerade Ex-Kultusministerin, Ex-CSU-München-Vorsitzende und Ex-1860-Aufsichtsrätin Monika Hohlmeier in ihrem Wahlkreis im südlichen München:


1 10 – Ihr Notruf für den Landtag

Frau Hohlmeier dürfte sich mit Polizei und Justiz ja ganz gut auskennen. Bei Gefahr im Verzug hat sie bestimmt schon die richtigen Dossiers zur Hand, und falls Listenplatz 10 nicht ausreicht – hey, wer sagt, dass Wahlen in Bayern immer sauber ablaufen müssen? Und überhaupt: Behauptet Frau Hohlmeier, dass die Bürger durch den derzeitigen Landtag an Leib und Leben bedroht werden und deshalb ein Notruf fällig ist? Bei der Diagnose könnte man ihr ja sogar zustimmen.

Vielen Dank für das Foto an den Kraiburger!

Was mir heute so alles aufgefallen ist…

Kopfschütteln: Da sitzt man nichts böses ahnend am Flughafen, liest das Freiexemplar der Sueddeutschen und dann springt einem unvermittelt diese Anzeige ins Gesicht.
Führende Abgehalfterte Musiker und Filmemacher fordern da Vater Staats starke Hand im Kampf gegen das Böse Internet.
Ganz davon abgesehen, dass so ein Gejammere genau so sinnvoll ist, wie zu beklagen, dass es nachts dunkel wird: Wer seit über zehn Jahren die Möglichkeiten des Web nicht kapiert (last.fm hat gerade erst gezeigt, dass das Internet dazu geeignet ist mehr Musik zu verkaufen!) und stattdessen lieber seine potenziellen Kunden verklagt, hat kein Mitleid verdient. Übrigens ist im beiligenden SZ-Magazin ein schönes Portrait der Band The NoTwist (remember the good old times… – neue Platte am 2. Mai!) die ganz logischerweise nicht zu den Unterzeichenrn des offenen Klagebriefs gehören.
Etwas fundierter auch Basic und Nerdcore

Aufreger: Über dunkle Kanäle erreicht mich die Pressemitteilung, dass die KGaA des TSV 1860 die Rückkaufoption für die Arena-Anteile an den FCB veräußert hat. Das ist ja soweit wunderbar – die will ja sowieso niemand haben. Aber:
Warum steht in der Pressemitteilung nichts über einen Kaufpreis?

Und vor allem: Was soll der folgende Satz:

„Der TSV 1860 München bleibt, wie im Stadionüberlassungsvertrag vereinbart, bis 30.06.2025 als Mieter in der Allianz Arena.“

Warum wurde dieser Mietvertrag nicht wegverhandelt? Und warum wird darauf fast schon süffisant hingewiesen, wo doch der Rest der PM eher zurückhaltend und nüchtern ist?

Frage des Tages: Warum steht das Transrapid-Modell eigentlich immer noch am Flughafen? Und über was wird jetzt im Info-Center infomiert? Wie man am besten Geld versenkt? Ein Museum mit Technik, die Bayern nicht wollte (von der WAA bis zur Startbahn 3)?

Da Bomba bloggt!


Der legendäre Löwenbomber, seines Zeichens DER Fanbeauftragte des Vereins der Firma bloggt. In den Anfangszeiten des Webs, also vor gefühlten 25 Jahren, hatte der Bomber eine Homepage mit einem Gästebuch. Dieses Gästebuch war so etwas wie ein Multiautorenblog – Bilderhosting- Diskussionsforums – Dingens. Aber auf jedenfall saugeil.
Jetzt bloggt der Axel also (wieder). Und das seit dem 13. März – was völlig an mir vorübergegangen ist. Shame on me. In seiner Eigenschaft als Fan-Beauftragter des TSV. Normalerweise würde ich das ja gar nicht erwähnen, wegen Werbung und so, denn dieses Blog ist gesponsort. Von einer Brauerei. Allerdings ist diese Brauerei eine von den guten. Nein, das Bierlaboratorium wäre zwar auch meine erste Wahl, aber es handelt sich um Hacker Pschorr. Denn die sind Hauptsponsor der Amateure, haben den Bierpass ins Leben gerufen und die Aktionen X- und XX-Tausend unterstützt. Natürlich nicht aus purer Nächstenliebe, aber doch so, dass ich Sympathien für dieses Schörghuber/Heinecken-Joint Venture hegen kann.

Der erste Eindruck: Schön. Informative, persönlich gefärbte Berichte und Infos über die Löwen aus Bomber-Sicht. Natürlich offiziell und damit nicht unbedingt so dreckig, versifft und lustig, wie die Löwen (v.a. auf Hamburg-Auswärtsfahrt) in Wirklichkeit sind, aber das wird vielleicht noch, wenn wir eine neue Führung in der KGaA bekommen. So jedenfalls meine Hoffnung.

Axel, weiter so, lass Dich nicht beirren und bleib Deinem Löwenbomber-Stil treu!

via netzjournalist, der behauptet, ich würde eine Künstlerpause einlegen. Unverschämtheit!