Hep, Du bekommst morgen meine Stimme nicht.

Ich bin Delegierter der Fußballabteilung des TSV München von 1860. Und als solcher habe ich die Freude und die Ehre, an einigen vereinspolitischen Entscheidungen mitwirken zu dürfen.
Zum voraussichtlich letzten mal wird das in dieser Form morgen, am 25. April 2013 in der Gaststätte Heide Vollm in Planegg sein. Denn da darf ich mich in meiner Rolle als Delegierter selbst abschaffen. Was ich auch gerne mache, denn ich finde, ein System, dass jedem engagierten und interessierten Mitglied gleiche Möglichkeiten der Partizipation einräumt, und nicht nur das Recht, alle paar Jahre einen Vertreter zu entsenden, ist ungleich demokratischer und damit besser, als dies in der gegenwärtigen Satzung geregelt ist. Dem neuen Satzungsentwurf werde ich also zustimmen (nur so als Vorbehalt gegen den Einwand, ich wäre ja prinzipiell und immer gegen alles. Renitenzlöwe und so.)

Nach dem Rücktritt von Dieter Schneider wurde ja bekanntlich Hep Monatzeder vom Aufsichtsrat zum präsidenten des Vereins bestellt. Und laut Satzung muss er sich von den Delegierten in seinem Amt bestätigen lassen.

Ich werde Hep Monatzeder nicht bestätigen.

Und das hat ganz bestimmt nichts damit zu tun, dass ich mich erpressen und einschüchtern lassen würde, wie die TZ vermutet. Vielmehr hat Hep Monatzeder in den letzten Wochen seit seinem Amtsantritt mit seinem Konfrontationskurs gegenüber dem Investor bei mir einige Pluspunkte Sammeln können. Und ich erwarte von JEDEM, der Präsident des TSV 1860 werden möchte, dass er in erster Linie die Interessen des Vereins vertritt, und nicht diejenigen des Typen der Geld in die ausgelagerte Profiabteilung „investiert“ hat.

AAAAAABER:

Hep Monatzeder war bei so gut wie allen richtungsweisenden Fehlentscheidungen der letzten 15 Jahre im Aufsichtsrat des TSV 1860 und hat – genau so wie der Rest der Aufsichtsratsmitglieder – flächendeckend versagt. Sei es die Ausgliederung der Fußballabteilung und die Abtretung der Markenrechte an die KGaA, der Bau der Allianz Arena, und nicht zuletzt auch seine Haltung (und die seiner Partei) zum Sechzger Stadion im Stadtratswahlkampf 2008.

Nicht zuletzt war sein Auftreten bei der Informationsveranstaltung uns Delegierten gegenüber so wenig glaubwürdig und seine „Vision“ für den Verein so wenig tragfähig, dass es für mich nur eine Wahl geben kann:

Hep, Du bekommst morgen meine Stimme nicht.

Wie’s dann weitergeht?

Keine Ahnung – es bleibt spannend…

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