Doppel-Live-Twitter-Ticker: TSV 1860 Amateure – SV Wehen II und Abteilungsversammlung

Nachdem ich am Dienstag krankheitsbedingt das grandiose 5:2 unserer Amas gegen Reutlingen nicht per Twitter-Ticker begleiten konnte (4 Elfer in 27 Minuten – wie krank ist das denn???) mache ich dieses Wochenende Überstunden.

Zunächst gibt es am Samstag ab 14:00 wieder den bewährten Block F1-Live-Ticker direkt und unzensiert aus dem Grünwalder Stadion:

http://twitter.com/blockf1

Am Sonntag gibt’s dann ein Auswärtsspiel:
Der Block F1 wird die entscheidende Schlacht um Mordor den Verein live aus dem Ballhaus-Center in Unterschleißheim begleiten. Dort findet nämlich ab 13:00 (Achtung, Zeitumstellung!) die Abteilungsversammlung Fußball des TSV München von 1860 e.V. statt.
Das alleine wäre ja noch nicht spektakulär, allerdings stehen die Delegiertenwahlen an und somit die Entscheidung darüber, wer in den nächsten drei Jahren den Verein an die Wand fahren darf. Und da hat die ARGE, der Block der organisierten Fanclubs, blutige Rache für die Niederlage von vor drei Jahren angekündigt.
gerüchten zufolge soll der ARGE-nahe Kandidat für den Abteilungsvorstand, der Großgastronom (war da nicht was?) Thomas Hirschberger eine Armada von Bussen gechartert haben, um seine Wähler nach Unterschleißheim zu karren. (Auch das kommt mir aus früheren Zeiten irgendwie seltsam vertraut vor…)

Diese große Aufgabe werde ich allerdings nicht alleine stemmen müssen, denn ich habe mir mit dem berüchtigten Kraiburger einen Gast-Kommentator zugelegt, der ebenfalls vorort sein wird und seine Eindrücke mit in den Block F1 Twitter-Stream speisen wird.

Wir würden uns übrigens auch über eure Fragen/Anmerkungen/Reaktionen freuen. Und Twitter macht das direkt möglich! Meldet euch bei Twitter an, geht auf die Block F1-Twitter-Page und klickt auf „Follow“. Wenn ihr dann eine Nachricht mit „@blockf1“ am Anfang abschickt, können wir das in U’schleißheim lesen und euch auf eure Fragen direkt antworten. Ist das nicht toll? Etwas weniger elegant und direkt geht’s, indem ihr eure Fragen hier in die Kommentare packt. Antwort gibt’s dann halt möglicherweise nicht sofort…

Es wird spannend. Es geht um alles.

Flattr this!

Heute im Briefkasten: G.Rag y los Hermanos Patchekos – Hold Fast

Vor ein paar Wochen hatte ich es hier schon angekündigt, heute gestern lag das neue Album von G.Rag y los Hermanos Patchekos im Briefkasten. Endlich neues Futter, schließlich sind die Patchekos nicht nur eine meiner Lieblingsbands, über die ich an dieser Stelle auch schon das eine oder andere mal geschrieben habe, sondern laufen bei mir auf Heavy Rotation – last.fm weist immerhin fast 500 Plays für die letzten 12 Monate aus (man beachte bitte auch den Disclaimer am Ende).

Record Release ist am Freitag (20. März) im Ampere in München – inklusive großer Geburtstagsfeier.

Denn insgesamt zehn Jahre hat die Kapelle jetzt schon hinter sich gebracht und „Hold Fast“ eingerechnet sieben Alben veröffentlicht. Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen, könnte man meinen. Und tatsächlich zeigen die insgesamt 13 Stücke die Bandbreite der Patchekos auf – auch wenn der explizit bayrische Einschlag wohl komplett an das Nebenprojekt „Landlergschwister“ delegiert wurde – schade drum.

Aber gehen wir das Werk Schritt für Schritt durch, ein Track nach dem anderen. Und da ja das 10-Jährige ansteht, ordnen wir die Tracks auch gleich mal in die Werkgeschichte der Patchekos ein:

Traversia Caliente: Instrumentaler Latino-Opener. Nett, routiniert, aber zu brav, zu gerade. Das ging schon mal dreckiger (Jeux des Dames von der 2003er Cadeau Bizarre, z.B.). Der Bläsersatz ist aber klasse.

Gambling Bar Room Blues:
Der Singing Brakeman – an Göttern dürfen sich nur wenige ungestraft vergreifen. G.Rag gehören manchmal dazu. Ich hätte schwören können, dass es schon Jimmie Rodgers-Cover von den Hermanos gibt, doch da muss ich mich wohl geirrt haben. Aber in einer Reihe mit Hank Williams und Woody Guthrie macht sich Jimmie sehr gut. Klasse der gewohnt nölige Megaphon-Gesang. Ein schöner, intensiver Blues. Einfach gut.

Nervous Breakdown: Black Flag-Cover, Punkrock-Stück Nr. 1 auf dem Album. Ich hab den Eindruck, G.Rag wollen zeigen, wo sie herkommen. Schließlich haben einige der Musiker in einschlägigen Punk-Kapellen gespielt. Warum es unbedingt den Track erwischt hat – ja mei, aber so ging’s mir mit Long Distance Runner auf der Radio Tijuana auch schon. Nervous Breakdown war übrigens auch schon auf der Berliner Live-EP.

Cajun Maid: Einer der Tracks, die vorab veröffentlicht wurden und mir wirklich den Mund wässrig gemacht haben. Vollkommen zurecht. Ein schöner Zydeco mit Akkordeon und Waschbrett und allem drum und dran.

Mi Barrio: Schön, entspannt, schräg. Ein Track zum Autofahren. So ein bisschen wie TVs Funeral. Aber nur ein bisschen.

Rags’n’Bones: NoMeansNo-Covern hat bei den Patchekos Tradition. Now war live immer großartig, und auch auf Platte ein echter Kracher. Aber Rags’n’Bones ist ein eher sperriges Stück, das hier leider überhaupt nicht zündet. Schade. Der Gesang ist hier der deutliche Schwachpunkt.

Le Massacre du Melodica: Der Titel sagt alles. Groß. Rock’n’Roll mit Melodica. Erinnert leicht an Swing France vom Vorgänger-Album Lucky Goddam.

Get on Board: Der zweite Pre-Release und ein echter G.Rag. Getragen, ergreifend, schön. Ich denke mal, dass das ein Cover ist – aber ich kenne das Original nicht. Über Hinweise in den Kommentaren wäre ich dankbar. [UPDATE: Ich kenne das Original. Das ist es nämlich. Dankan Ernesto im Kommentar]

Swing Vergol: Die Live-Version aus dem Cafe Burger mochte ich irgendwie nicht. Und auch diese Aufnahme hat ein bisschen gebraucht, bis sie gezündet hat. Ein Uptempo-Instrumental mit klasse Trompeten und schönen Tempo-Wechseln.

Jockey Full of Bourbon: Für mich die Enttäuschung des Albums. Das Original von Tom Waits (ich sprach schon von Göttern) ist nicht zu toppen – und doch haben G.Rag damals auf Radio Tijuana was ganz Besonderes draus gemacht – die Stimmung eingefangen, die Intensität erreicht – ohne kopieren zu wollen. Aber das hier – über alles darf man die Latino-Soße dann doch nicht kippen. Daneben.

Influence: Nett, aber nicht wirklich notwendig. Steel drum galore. Big Boys-Cover, glaube ich.

J’ai Tardé: Kommt mir nicht ganz ausgereift vor – erinnert ein wenig an Camera, ist wohl auch ein Cover.

Cold Cold Heart: Am Schluss muss noch ein Gott dran glauben. Hank Williams. Den können sie wieder. I’m so lonesome, Ramblin‘ Man, Weary Blues, Yambalaya waren allesamt gut – und jetzt Cold Cold Heart. It’s Walzer-Time, Baby!

Fazit:
Das Album bildet für mich irgendwie keine Einheit – zu unverbunden stehen tolle Eigenkompositionen neben mal mehr, mal weniger gelungenen Coverversionen und auch Tracks, die ich eher als Füllmaterial empfinde. Die Patchekos sind braver geworden – kein Vorwurf, sind ja auch alle ein paar Jährchen älter – aber etwas mehr Punk-Feeling statt Punkrock-Covern hätte dem Ganzen gut getan.

Aber alles das sind Kleinigkeiten. Ich freue mich über das neue Material und wir werden am Freitag im Ampere sicherlich ein großartiges Geburtstagsfest feiern. Herzlichen Glückwunsch von dieser Stelle schon jetzt!

Disclaimer: Ich habe die Patchekos vor zehn Jahren das erste mal im Cafe der Glockenbachwerkstatt in München gesehen. Einige Mitglieder kenne ich sogar noch länger – aus Zeiten, als ich selbst noch Musik gemacht habe. Und so kommt es auch, dass ich in den Genuss und die Ehre habe, vorab ein Rezensionsexemplar erhalten zu haben. Danke nochmal an Senor Ernesto. Und das obwohl ich von Musikjournalismus nicht die geringste Ahnung habe, und nur meine Eindrücke als begeisterter Laie wiedergebe.

Flattr this!

Live Twitter-Ticker 1860 Amateure – Großbardorf


Da das Spiel wegen der derzeit noch widrigen Platzverhältnisse im Grünwalder Stadion vom Samstag auf Sonntag 15:00 verschoben wurde, werde ich also erst einen Tag später als geplant pflichtbewusst meinen Platz im Block F1 einnehmen und all denen, die bei Kaffee und Kuchen in der Ferne sitzen, wieder den bewährten Block F1 Twitter-Live-Ticker liefern.

Also: Tune in auf http://twitter.com/BlockF1.

Flattr this!

[UPDATE 4] Eine Minute für’s Sechzger – der XXX-Tausend-Clip

Dieser Clip läuft heute vor dem Spiel des TSV München von 1860 gegen St. Pauli auf den Videoleinwänden der Arena.

Ganz davon abgesehen, dass so etwas unter Ziffzger und seinen Vorgängern wohl undenkbar gewesen wäre, drehen die XX-Tausend-Aktivisten das Rad noch etwas weiter:

Am 30. Mai 2009 soll wie in den Jahren zuvor ein Zeichen für den Erhalt des Grünwalder Stadions gesetzt werden.

Also haltet euch diesen Tag frei und unterstützt die Amateure und demonstriert lautstark für’s Sechzger Stadion!

UPDATE 13.3. 17:27
Ich hab’s ja schon geahnt: Die Kollegen von XXX-Tausend haben einen neuen Clip. Gezeigt wird der wohl heute abend beim Heimspiel der Löwchen gegen den FSV Frankfurt auf den gigantomanitösen Videowalls in dem Arena-Dings.

Und auch wenn der künstlerische Wert des Gesangs etwas zu wünschen übrig lässt – die Gänsehaut, die 12.600 Menschen in diesen Minuten hatten, lässt sich nicht nur erahnen.

UPDATE 2.4. 14:44
Und hastdunichgesehen ist auch schon der dritte Clip Online.
Wer sich danach kein Ticket sichert, ist selbst schuld.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=klg8oREg5VM&hl=de&fs=1&rel=0]

Flattr this!