Heute vor neun Jahren

ging eine Leidenszeit zu Ende. 22 Jahre hatte der glorreiche TSV gegen den anderen Verein aus der Seitenstraße nicht gewinnen können, bis Thomas Riedl in der 85. Minute das erlösende Tor gelang.

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Übel und Gefährlich: Nik on Tour

Habe ich schon erwähnt, dass ich mich tierisch auf das Giant Sand-Konzert in Hamburg freue? Ok, knapp 800 Kilometer für ein Konzert sind kein Pappenstiel, aber nachdem München scheinbar auf der Relevanzlandkarte von Howe Gelb (und übrigens auch einer ganzen Menge anderer Künstler, habe ich das Gefühl), einen weißen Flecken darstellt ich zu blöd bin, Tour-Pläne zu lesen, muss man so einen Weg wohl auf sich nehmen und komme so in den Genuß, Giant Sand zweimal zu sehen (Danke für den Hinweis in den Kommentaren). (BTW: Für Fußball reisen manche Leute noch deutlich weiter…)

Auf jeden Fall: Die Tickets hängen schon am heimischen Kühlschrank, die Übernachtungsmöglichkeit ist klargemacht, der Urlaub am Montag danach genehmigt. Drückt mir die Daumen, dass alles gut geht.
Das obligatorische Tour-Album scheint’s auch zu geben, wenn man der Tour-Managering Glauben schenken darf:

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Rock’n’Roll Highschool: Evil Horde – Mental Paradise

Der eine oder andere mag es wissen: In meinem früheren Leben war ich Rockstar. Also wenigstens so ein ganz kleiner. Ich habe in einer Band gespielt, und die hatte für damalige Verhältnisse – das Internet war noch nicht so wirklich erfunden, mp3 lag noch nichtmal im Schaufenster und die CD war gerade so am loslaufen – einen akzeptablen Erfolg. Wenn man bedenkt, dass wir damals jünger waren, als Tokyo Hotel heute sind. Und wie man unschwer erkennen kann, haben wir auch deutlich besser ausgesehen.

Wir standen unter der Woche im Probenraum und am Wochenende rekrutierten wir volljährige Bekannte und deren Ford Transits, um irgendwo in der Ober-, Nieder- und Hinterbayrischen Provinz Konzerte zu spielen. Später durften wir dann auch eine große Tournee machen und sind so bis nach Hamburg, Berlin, Bremen und Bielefeld gekommen. Große weite Welt für uns damals. Kennt noch jemand „The Notwist“? Mit denen waren wir oft unterwegs…

Vor einiger Zeit habe ich schonmal – wenn auch unter Wahrung der Anonymität des Schreibers – darauf hingewiesen, dass die LP, die wir damals mehr oder weniger im Selbstverlag veröffentlichten (Hardcore hieß: Jeder kann mitmachen! Gestalte die Szene selbst! Und jeder machte was – ob Band, Fanzine, Konzerte organisieren, Plattenlabel aufmachen, etc. pp) frei zum Download auf last.fm verfügbar ist.

Und jetzt gibt es auch unser Debüt in voller 4-Track-Länge. Zum Reinhören, Genießen, Träumen:

Evil Horde – Mental Paradise (7“, General Winter, 1990)

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Raus aus der Arena

Ich wollte mich zu der schlimmen Delegiertenversammlung des TSV vom Samstag nicht äußern. Ich bin selbst kein Delegierter, war also nicht anwesend. Die fast 100%ige Bestätigung der Nullnummer Beeck ist in meinen Augen der falsche Weg. Gerade, wenn der Mann solche Aussagen (laut AZ-Liveticker) tätigt:

„Die Vision, aus dem bis 2025 laufenden Mietvertrag auszuscheiden, können wir zu diesem Zeitpunkt zu den Akten legen. Wir haben ein Commitment abgegeben zu diesem Stadion.“

Da tut es doch irgendwie in der Seele gut, wenn Gerald Kleffmann in der Süddeutschen folgende Aussage trifft, für die viele Löwenfans als Fantasten und Spinner abgekanzelt wurden und werden:

Die Vorstellung, 1860 würde im eigenen Stadion spielen, zu den Wurzeln zurückkehren und eine Stadtviertelmarke wie St. Pauli werden, strahlt dennoch den größten Charme aus. Und langfristig eine Notwendigkeit. (…) Die Bayern im Übrigen warten schon auf Tag X, an dem sie die Arena übernehmen und die Werbeflächen für immer ihren Sponsoren überlassen können. An denen würde ein solcher Weg nicht scheitern.

Vielleicht überdenken die Heren Beeck und Maget ja nochmal, was sie da so erzählt haben und handeln so, wie es das Beste für den TSV ist. Raus aus der Arena.

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XX-Tausend – das Vorspiel

Im Mai fand mit der Aktion XX-Tausend zum zweiten mal nach 2007 eine überwältigende Demonstration der vieler Münchner und vieler Löwen-Fans für den Erhalt des Grünwalder Stadions statt.
Ein Jahr dauerten die Vorbereitungen, die in einer Überragenden Kulisse mit fast 13.000 Zuschauern beim Spiel der Amateure des TSV 1860 gegen Jahn Regensburg gipfelte.
Demnächst – Gerüchte besagen schon Anfang Dezember – wird eine DVD mit allen Höhepunkten dieses großartigen Tages, mit Video-Dokumenten von der Vorbereitung und Interviews und O-Tönen von Spielern, Verantwortlichen und natürlich Fans erhältlich sein. Und seit heute gibt es als ersten Vorgeschmack den Trailer.

Echter Höhepunkt ab ca. 2:34 – großartig:

„Das Sechzger Stadion ist praktisch Jesus. Des hab ich daheim nachgebaut.“

Jungs, es wird Zeit. dass ihr endlich fertig werdet mit dem Film! Ich kann’s nicht mehr erwarten!

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Best of Löwen Bar (I)

verfasst von mindcrime(R), 17.11.2008, 21:47

Neues Finanzierungskonzept für den TSV 1860

(sid) Nach der deprimierenden Derbyniederlage gegen den FC Augsburg traf am Sonntag Mittag der Präsident des TSV 1860 München, Rainer Beeck mit dem Vizepräsidenten und Investmentbanker Michael Hasenstab und dem Geschäftsführer der KGaA, Stefan Reuter zu einer Krisensitzung zusammen. Neben dem sportlichen Niedergang standen schwindende Einnahmen durch den nachlassenden Zuschauerzuspruch in der Allianzarena im Mittelpunkt der Diskussionen. Rainer Beeck: “ Es muss allen klar sein, dass der TSV 1860 mit einem Zuschauerschnitt von unter 40.000 in der Allianzarena nicht überleben kann.“ Nach einer 18-stündigen Marathonsitzung, die sich bis in die frühen Morgenstunden des Montags hinzog präsentierten Beeck und Hasenstab das vorläufige Ergebnis der Arbeitssitzung.
Hasenstab: „Wir gehen völlig neue Wege in der Finanzierung im Profifussball. Die weltweite Finanzkrise hat auch uns auf dem falschen Bein erwischt und wir denken, dass wir mit unserem Massnahmenpaket auf dem richtigen Weg sind.“
Kernpunkt der Überlegungen ist, dass der TSV 1860 München in den bis zum Ende der Saison verbleibenden Heimspielen jeweils 80-100 Jugendspieler des Vereins mit Klingelbeuteln über die Tribünen des WM-Stadions schicken wird um bei den Fans um Spenden für den Spielbetrieb zu bitten. Beeck: „Die von Stefan Ziffzer angestossene Aktion „Für einen starken Kader“ hat ja schon gezeigt, dass hier Potentiale zu heben sind. Wir sind sehr zuversichtlich.“

Mehr zu den Hintergründen hier, hier und hier.

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In der Spielzeughölle

Wenn jemand seinem Nachwuchs etwas ganz besonders Gutes tun will, dann kauft er (resp. sie) ihm Holzspielzeug. Am besten eines, das es dem Kind erlaubt, „höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen“.

Wir sprechen hier nicht von Ritalin, sondern von Bauklötzen:

Bauwerke können erst entstehen, wenn Ihr Kind die Eigenart eines jeden Körpers durchdrungen hat. So lernt Ihr Kind spielerisch geometrische Probleme zu lösen.

Und so sieht das dann aus:

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