Meine Top-Alben 2007

Ghostdog hat mich da auf eine Idee gebracht…
Nachdem ich fast das gesamte Jahr über (genauer gesagt ab dem 5. Februar) akribisch fast jeden Track, den ich gehört habe, an last.fm übertragen habe, präsentiere ich zum Jahresende:

Meine Lieblingsalben 2007
Ich bin allerdings anders vorgegangen als Ghostdog und andere. Ich habe einfach die Album-Statistik bei last.fm genommen und die Anzahl der gehörten Tracks durch die Anzahl der Tracks auf dem jeweiligen Album geteilt. Das ganze dann noch absteigend sortiert, und das kommt dabei raus:

  1. Giant Sand – Chore of Enchantment
  2. Band Of Blacky Ranchette – The Band of Blacky Ranchette
  3. Howe Gelb – The Listener
  4. Arizona Amp and Alternator – Arizona Amp And Alternator
  5. Band Of Blacky Ranchette – Still Lookin‘ Good to Me
  6. Kinky Friedman – The Best of Kinky Friedman
  7. Spitting Off Tall Buildings – Spitting Off Tall Buildings
  8. G.Rag y Los Hermanos Patchekos – Lucky Goddamn
  9. Giant Sand – Cover Magazine
  10. Gorilla Biscuits – Start Today
  11. OP8 – Slush
  12. Giant Sand – Is All Over the Map
  13. Howe Gelb – Sno Angel Like You
  14. Hank Williams III – Straight to Hell
  15. Descendents – Everything Sucks
  16. Calexico – Hot Rail
  17. Supersuckers – Must’ve Been High
  18. The Moldy Peaches – The Moldy Peaches
  19. Adam Green – Friends of Mine
  20. Calexico – Garden Ruin

Was wirklich heftig ist: Die ersten fünf Plätze werden von Howe Gelb und seinen diversen Bands/Projekten eingenommen, und auf den Plätzen folgen nochmal vier weitere Howe-CDs (Giant Sand, OP8).
Erstes Nicht-Howe-Album ist die Best-Of von Kinky Friedman. Dass der Kinkster so weit vorne landet, hätte ich nicht gedacht. Aber allein schon wegen Perlen wie „They ain’t making Jews like Jesus anymore“ oder „Men’s Room L.A.“ absolut verdient.
Spitting Off Tall Buildings. Jana und ihre Jungs haben zwar 2007 ein neues Album rausgebracht, das Debut ist aber besser und deshalb auf Platz 7. Zur Strafe löst sich die Band auf. Schade.
Platz 8: G.Rag y los Hermanos Patchekos. Das einzige 2007er Album in den Top20. Wie ich finde das bisher Beste von den Patchekos.
Gorilla Biscuits: Die Wiederentdeckung des Jahres. 1991 haben wir die Jungs mit der Evil Horde noch in Linz supportet, dieses Jahr sind die alten Herren wieder auf Tour gegangen und haben das Backstage gerockt. Super Konzert und immer noch eine der besten Hardcore-Platten ever.
Mit zwei Alben vertreten: Calexico, die in diesem Sommer mit ihrem Auftritt auf dem Dachauer Rathausplatz eines der schönsten Konzerte des Jahres abgeliefert haben.

Eine Nennung ehrenhalber noch an Mr. Johnny Cash: Den Man in Black habe ich zwar am zweithäufigsten in diesem Jahr gehört, allerdingsmit Tracks von so viele Alben, dass es keines in die Rangliste geschafft hat. Dennoch ein wichtiger Bestandteil des Musikjahres!

Ach ja: Top-Song des Jahres war übrigens Shiver von Giant Sand, das ich >hier< schon mal erwähnt habe…

Mal schauen, was das nächste Jahr bringt.

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Statistik sichtbar gemacht

Der Fotograf Chris Jordan hat eine spannende Art gefunden, große Zahlen anschaulich darzustellen und so deren Dimension zu verdeutlichen.

Wie sieht es aus, wenn alle fünf Minuten in den USA 200.000 Einweg-Plastikflaschen verbraucht werden? Oder welche Dimension haben 2.3 Mio. Strafgefangene in den USA?

Sehenswert.
Und wohl eher nichts für die nächste PowerPoint ;-)

via Werbeblogger

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„Grüne Politik“ oder doch nur Wahlkampf?


Am Dienstag konnte ich noch berichten, dass sich schlussendlich die Argumente der Stadion-befürworter durchgesetzt haben und die Stadtspitze ein Maß an Einsicht gezeigt hat, wie ich es nicht für möglich gehalten habe.

Sicherlich haben die im März anstehenden Kommunalwahlen auch ein bisschen was mit dem Umdenken zu tun, schließlich dürfte der SPD nicht unbedingt daran gelegen sein, das Thema prominent im Wahlkampf an der Backe zu haben.

Trotzdem haben so ziemlich alle Parteien erstmal positiv auf den Beschluss reagiert. Die SPD sowieso, FDP und Linke auch, bei denen steht der Erhalt ja im Wahlprogramm. Aber auch von der CSU kamen erste Annäherungsversuche: CSU-Kandidat Seppi Schmid, vor Monaten noch Abriß-Fan, fordert laut SZ von heute ein „zukunftsfähiges Konzept“ (wir auch Seppi, wir auch…) und begrüßt (laut Merkur) den vorstoß.

Widerstand kommt ausgerechnet aus einer Richtung, aus der ich dies in dieser Vehemenz nicht erwartet hätte: Von den Grünen.

Deren sportpolitische Sprecherin Jutta Koller bezeichnet den Strobl-Vorstoß laut Münchner Merkur als „populistischen Alleingang auf Kosten der städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten im Stadtteil Untergiesing“. Stattdessen möchte sie einen Stadionneubau für die Amateur-Mannschaften des TSV und des FCB. (hier die PM im Wortlaut)

Mir (und vielen anderen auch, wenn man Frau Kollers Gästebuch auf ihrer Homepage mal anschaut) stellt sich die Frage, wie diese Haltung mit Grünen Positionen vereinbar ist.

  • Eine perfekt mit dem ÖPNV erschlossene urbane Sportstätte mit Tradition zu gunsten eines Neubaus auf der Grünen Wiese?
  • Neue Flächen bodenversiegeln, statt eine Grünfläche in zentraler Lage bewahren?
  • Lebendiges Stadtteilleben zu gunsten „Städtebaulicher Entwicklungsmöglichkeiten“ opfern?
  • Basisdemokratisch geäußerten Bürgerwillen ignorieren und als „kleine, aber lautstarke Minderheit“ abzuqualifizieren? Oder wie „Der Nikolaus“ schreibt:

„Es war mal grüne Politik, sich auf die Seite von Bürgerinitiativen und z.B. gegen Spekulanten zu stellen. Beim Sechzger ist das auf einmal populistisch?“

Klar, dass nur der Strobl-Vorstoß populistisches Wahlkampfgeklapper ist, Frau Koller sich mit dieser sehr ungrünen Haltung aber keineswegs PR-wirksam profilieren wollte.

So, liebe Frau Koller, verprellt man langjährige Wähler. Zum Beispiel mich.

UPDATE 16.12.:

Mittlerweile gibt es auf Frau Kollers Homepage eine Erklärung, in der sie ihre Beweggründe darlegt und darum Bittet, nicht die gesamte Grüne Partei in Sippenhaft zu nehmen.

Na gut – aber in München bleiben die Grünen für mich weiter unwählbar…

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Eilmeldung: Erhalt des Grünwalder Stadions vorerst gesichert!

Weihnachten und Ostern an eine Tag?
Auf jeden Fall passierte heute scheinbar DIE Kehrtwende in der aktuellen Stadionpolitik der Stadt München.
Der vorsitzende des Bezirksausschusses Untergiesing-Harlaching, Thomas Schwindel, mit folgendem Scan im Löwenforum bestätigt hat, haben sich die Stadt München und die beiden Vereine (1860 und der FCB) darauf verständigt, den Spielbetrieb im Sechzger Stadion über 2010 hinaus aufrecht zu erhalten.

Interessant: Bürgermeisterin Strobl verwendet genau die Argumente, die sie seit Jahren – und auf der letzten Bürgerversammlung nochmal komprimiert – von den Stadion-Kämpfern zu hören bekommt.

Auf jeden Fall: Ein großer Tag für München, das Stadion, den TSV und alle, die sich in den letzten Jahren engagiert haben.
Dennoch heißt es jetzt: nicht nachlassen, den Druck auf Stadt und Verein(e) hoch halten, Konzepte für eine weitere Nutzung erstellen und in ein paar Jahren mit den Umbaumaßnahmen für eine Rückkehr der Profis beginnen!
Jetzt erstmal ins A1 zum feiern…

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Service-Offensive bei der Telekom?

was mir in den letzten 20 Stunden passiert ist, würde ich, erzählte es mir ein Bekannter, ins Reich der Fabeln und Urbanen Mythen verweisen.

Was war passiert: Mein Telefonanschluss (analog, bei der Telekom. Jaja, ich weiß…) war defekt. Mir war’s ja gar nicht aufgefallen, habe ich in den letzten Jahren ja nur etwa drei Einheiten über diesen Anschluss vertelefoniert. Nur meine Mutter beschwerte sich am Sonntag, dass ich nie ans Telefon gehen würde. Ich hab das zu dem Zeitpunkt noch auf ihren VoIP-Anschluss geschoben. Zumal mein DSL tadellos funktioniert.
Auf jeden Fall ergab eine genaue Prüfung: Telefon wirklich tot. An keiner der 4 (sic!) Telefondosen in der Wohnung auch nur das geringste (Frei-)Zeichen.

Nachdem ich nicht gerne telefoniere, mein Telefon sowieso kaputt war, und ich kein Geld für einen Handy-Anruf bei der Störungsstelle ausgeben wollte:
online eine Störungsmeldung ausgefüllt, meine Mobilnummer hinterlassen, mit dem Hinweis, ich sei dort die nächsten zwei Stunden erreichbar.
1,5 Stunden später: das Handy klingelt, ein freundlicher (!) Mitarbeiter des T-Com-Callcenters vereinbart einen Handwerker-Termin für den nächsten (!) Nachmittag.

Heute morgen dann der Anruf des Technikers: Ob es mir was ausmache, wenn er ein paar Stunden früher (!) käme?

Eine halbe Stunde später war das Problem behoben – was mir auch noch mal per SMS von der T-Com mitgeteilt wurde.

Jetzt kann Mama mich wieder erreichen – und ich bin immer noch verwundert über den Service des Rosa Riesen.
Respect.

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Sat.1 geht gegen Abzocker vor


Demnächst startet auf meinem Lieblingssender Sat.1 ein neues Format: „Die Abzocker – Das sind ihre Tricks“ soll es heißen.
Laut wuv.de will Sat.1 damit „(…)demonstrieren, wie leicht man Opfer von Betrügern werden könne und wie man sich am besten davor schützt, heißt es.“

Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen die ersten drei Folgen das Geschäftsmodell des AbzockTransaktions-TV-Senders 9live, Mitglied in der ProSiebenSat.1-Senderfamilie behandeln.

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