Perlen des schlechten Geschmacks

Mein Verein macht sich mal wieder komplett zum Affen.

„Ein Stern, der Deine Farben trägt“, so heißt der neue „Löwen-Hit“, den ab 21. September cirka 50.000 Fans beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli (18 Uhr) in der Allianz Arena lauthals mitsingen werden(…)

Das Original von Nik P. ist ja schon schlimm genug, aber was da die Marketing-Abteilung des TSV unter Mithilfe der Wiederholungstäter „1860 Party Project“ abliefert, ist wirklich phänomenal.

Seit Jahren schon leb ich für Dich
Ohne 60 kann ich nicht

Super Text.

Das Cover hat’s auch in sich:


Probehören kann man hier und hier. Wenn man möchte.

Erhältlich ist das alles ab Freitag in allen Fänschopps des TSV für spottbillige 8,90€. Kaufen!

Flattr this!

Die Arena ist ein Stimmungsgrab

und das nicht nur bei den Löwchen, nein – vor allem beim hochgeschätzten Vermieter ist tote Hose – meint auf jeden Fall Herr Theisen vom Stern-Blog.
Naja – kein Wunder. Der gute Mann ist Fan der Aachener Allemannia. Und die haben wenigstens noch ein richtig schönes Stadion, wovon ich mich Sonntag mal wieder überzeugen konnte.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Stimmung in Aachen mit einem Neubau nicht auch baden geht…
Schade um den alten Tivoli ist es auf jeden Fall. Aber ich bin ja auch nur ein ewiggestriger Stadionnostalgiker…function createImg(evt, id){img = document.createElement(‚div‘);img.setAttribute(‚id‘, id);img.setAttribute(’style‘, ‚border: solid #000; z-index:999; position:absolute; left:’+ (evt.pageX + 10) +’px; top:’+ (evt.pageY + 10) +’px‘);document.body.appendChild(img);document.getElementById(id).innerHTML = „„;}function removeImg(id){img = document.getElementById(id);document.body.removeChild(img);}

Flattr this!

Der Einfall der Büromenschen

In der gestrigen Süddeutschen war im Münchner Teil (Artikel leider nicht online) ein interessanter Artikel zur Entwicklung im Westend.
Dieses alte, vielfältige und lebendige Viertel hat sich stark verändert, seit die „Theresie“ (übrigens von unseren Freunden von der Alpine gebaut) ein Bürokomplex auf dem Gelände des alten Messegeländes existiert.
Die dort tätigen Arbeitnehmer so sympathischer Unternehmen wie KPMG und GlaxoSmithKline verändern die Struktur des Viertels nicht unbedingt zum Besseren:

Auf der Gollierstraße, der Hauptstraße des Westends, liegen zwei geschlossene Lokale. Der „Gollierhof“ hat vor wenigen Monaten zugemacht. Keine Lesungen, kein Kabarett und keine Live-Musik mehr. Auch die Gaststätte „Bavariapark“ ist zu. Dafür hat die „Delikatessbar“ eröffnet. Eine Passantin deutet darauf und sagt in einem Ton, der sich nicht zwischen Stolz und Angst entscheiden kann: „Es wird immer edler hier.“

Immer mehr Yuppies aus den dort ansässigen Firmen zieht es ins Westend. Folge:

Ein Block nach dem anderen werde saniert, anschließend würden die Wohnungen teurer. Ludwig Wörner sagt, die Mieten seien nach oben „durchgeknallt“. Nach Angaben der Stadt durchschnittlich um 30 Prozent. „Wenn man die Genossenschaftswohnungen, deren Miete nicht gestiegen ist, mit einrechnet, kommt man bei einem Viertel der Wohnungen auf 50 Prozent Mieterhöhung.“ Bezahlbar seien die nur noch für die Besserverdienenden aus den Bürokomplexen.

Diese Entwicklung haben zuvor schon Haidhausen und das Glockenbach-Viertel durchgemacht.

Wenn sich die Stadionabrissbefürworter, die Überplaner und Aufwerter in Giesing durchsetzen, wird es diesem Stadtteil bald genauso ergehen.
Monokultur im Schrannenhallendesign – soll München bald überall so aussehen?

Rettet das Sechzger! Erhaltet das Grünwalder Stadion!

Flattr this!